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Das Städtchen Tharandt liegt romantisch inmitten dreier Täler an einem nach Norden hin streichenden Ausläufer des Erzgebirges, dessen letzte Abstufung die Tharandter Kirche und die Burgruine trägt. Im Jahr 1216 wurde die Burg, welche über Jahrhunderte eine wichtige Rolle für den Schutz des regionalen Handels spielte, erstmalig erwähnt. Gegen Ende des Mittelalter verlor sie jedoch immer mehr an Bedeutung.

Das Dorf konnte einen ersten Aufschwung verzeichnen, als gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch die Erschließung einer Heilquelle ein reger Kur- und Badebetrieb aufkam. Im Jahr 1811 übersiedelte der Thüringer Forstmeister Heinrich Cotta nach Tharandt und eröffnete eine private Forstlehranstalt, die 1816 zur Königlich Sächsischen Forstacademie erhoben wurde. Tharandt verfügt über einen der ältesten forstbotanischen Gärten Europas, bereits 1815 angelegt beherbergt er heute über 2000 verschiedene Gehölze.

Das Leben in und um die Stadt wurde im Weiteren immer mehr von der Hochschule und den Studenten geprägt. Trotz der relativ kleinen Studentenzahlen studierte hier stets ein hoher Anteil ausländischer, insbesondere osteuropäischer Studenten. Viele Leistungen von forstlicher Bedeutung wurden in Tharandt vollbracht. So gehen der Ursprung beziehungsweise viele grundlegende Werke der Rauchschadforschung, Forsteinrichtung und auch Photogrammetrie auf Tharandter Professoren zurück.

Heute zählt die Stadt Tharandt mit ihren vier Ortschaften und sieben Ortsteilen rund 5.000 Einwohner. An der forstwissenschaftlichen Fakultät der TU Dresden mit etwa 600 bis 700 Studierende forschen und lehren 18 Professoren an neun Instituten, verteilt auf teils historische, teils moderne Campusgebäude. Mit ihren liebevoll restaurierten Sehenswürdigkeiten, dem traditionsreichen Forstbotanischen Garten und der malerischen Kulisse des Tharandter Waldes ist die Forststadt auch heute stets einen Besuch wert.

Forstakademische Jagdcorporation Cervidia zu Tharandt

Forstakademische Jagdcorporation Cervidia zu Tharandt